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10 Fakten, die Sie über das Münchner Oktoberfest wissen sollten

Das Münchener Oktoberfest ist in jedem Jahr ein Publikumsmagnet und zieht Besucher aus aller Welt an. Mittlerweile reisen Besucher aus den USA, Japan, Italien oder Australien nach München. In diesem Jahr wird es zum 184. Mal ausgetragen und findet vom 16. September bis zum 03. Oktober 2017 statt. Wir haben einmal die wichtigsten und interessantesten Fakten für Sie zusammengetragen, O’zapft is!

Natürlich gibt es viele Legenden und Geschichten rund um das Münchner Oktoberfest. Mit einigen wollen wir mit diesen Fakten aufräumen.

01. Wie entstand das Oktoberfest?

Die Hochzeit zwischen Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese im Jahre 1810 war der Anlass, das erste Oktoberfest abzuhalten. Damals wurde jedoch nur an diesem einen Tag gefeiert, der Festplatz hat seinen Namen Theresienwiese von der damaligen Prinzessin erhalten. Im Laufe der Zeit wurde das Oktoberfest immer beliebter und die Dauer immer wieder verlängert. Aktuell sind es 16 Tage und die Größe des Festplatzes ist insgesamt 31 Hektar.

02. Nur Münchner Bier ist zugelassen

Es sind nur einige Münchner Brauereien dazu auserkoren, das Münchner Oktoberfest mit dem begehrten und speziell für die Wies’n hergestellten Bier zu versorgen. Das Bier muss eine Stammwürze, also den Anteil von Malz und Hopfen, von wenigstens 13,5% aufweisen. Außerdem ist ein Alkoholgehalt von 5,8% bis 6,4% vorgeschrieben.

03. Der „Anstich“ ist der Startschuss

Bevor nicht der Münchener Oberbürgermeister um Punkt 12 Uhr im Schottenhammel-Festzelt das erste Fass angestochen hat und dabei nach den 12 Böllerschüssen mit den Worten „O’zapft is“ den Wirten das Startsignal zur Eröffnung gegeben hat, läuft auf der Wies’n gar nichts. Mit besonderer Spannung wird vom Publikum verfolgt, wie viele Schläge der Oberbürgermeister benötigt, bis das erste Bier fließt. Die beste Leistung waren nur 2 Schläge, der wohl schlechteste Wert waren 17 oder 19 Stück.

04. Die Bierzelte – große und kleine Mittelpunkte

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Auf dem Münchner Oktoberfest stehen 14 große Bierzelte, die von einer Vielzahl kleinerer ergänzt werden. Besonders die großen Bierzelte, die alleine schon mit ihrem Namen bekannt sind und für das jeweilige Klientel eine Hausadresse sind, sind stets ausgebucht. Zu den bekanntesten gehört das Marstall Festzelt mit stilvollem Ambiente, der Glöckle Wirt mit urigem Ambiente, das Winzerer Fähndl, der Wiesn Guglhupf oder die Hühner- und Entenbraterei Wildmoser. Auch ein spezielles Weinzelt ist vorhanden für alle diejenigen, die einen guten Wein in gediegener Atmosphäre genießen wollen.

05. Die Bierpreise

In den Bierzelten auf dem Münchner Oktoberfest wird das nur hier erhältliche Bier in der sogenannten „Maß“ serviert. Dabei handelt es sich um einen Bierkrug, der ursprünglich einmal genau 1,069 Liter Bier fasste. Heute passt ganz genau 1 Liter hinein, die Maß Bier ist auch die Grundlage für die Bierpreise auf der Wiesn. Der Bierpreis ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, was unterschiedliche Gründe hat. Im Jahr 2002 wurde erstmals in Euro gerechnet, damals kostete die Maß Bier zwischen 6,30€ und 6,80€. 2016 lag der Preis zwischen 10,40€ und 10,70€.

06. Die Besucherzahlen

Durchschnittlich besuchten jedes Jahr rund 6 Millionen Menschen das Oktoberfest in München. Es gab 1985 einen Besucherrekord mit 7,1 Millionen, die wenigsten Besucher kamen im Jahr 2016 auf die Wies’n. Daraus konnte die Stadt München als Veranstalterin eine Einnahme von den Wirten und Schaustellern von mehr als 3,85 Millionen Euro erzielen.

07. Die Schausteller und ihre Attraktionen

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Rund 200 Schaustellerbetriebe stehen auf dem Oktoberfest München, darunter sind ca. 80 sogenannte Fahrgeschäfte. Die meisten Schausteller sind schon seit Jahrzehnten dabei und haben sich einen bekannten Namen gemacht. Nicht nur nostalgische Attraktionen, sondern auch solche mit modernster Technik sind darunter. Das Riesenrad ist einer der Klassiker, schon 1880 wurde eines aufgestellt. Krinoline, Hexenschaukel oder die Turmrutschbahn Toboggan sind ebenso beliebt wie ein Klassiker.

08. Trachten- und Schützenzug

Der Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest wurde erstmalig zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I und Therese von Bayern abgehalten. Das war 1835, der heutige ist seit 1950 ein fester, traditioneller Bestandteil des Oktoberfestes. Er ist mit 9.500 Mitwirkenden der Trachten- und Schützenvereine ein Spektakel. Von der Maximilianstraße durch die Innenstadt bis zur Festwiese erstreckt sich eine bunte Mischung von Trachten, Brauchtum und Volkstanz.

09. Einzug der Wiesenwirte und Brauereien

Während der Trachten- und Schützenzug am Sonntag durch die Stadt zieht, ist der Einzug der Wiesnwirte und Brauereien der festliche Auftakt des Münchner Oktoberfestes. Die Entstehung geht bis 1887 zurück. Der damalige Wiesnwirt Hans Steyrer zog von seiner Wirtschaft in der Tegernseer Landstraße mit seiner Bierladung, dem Personal und einer Blaskapelle auf die damalige Festwiese. Seit dieser Zeit wird der Zug vom Münchner Kindl – heute einer Frau in schwarz-gelber Mönchskutte – angeführt.

10. Die Maßkrüge

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Die Maßkrüge, aus denen das Bier des Oktoberfestes getrunken wird, sind nicht nur ein Trinkgefäß, sondern haben auch einen hohen ideellen Wert. Sie sind grundsätzlich das Eigentum der Brauereien. Die Begehrlichkeit ist für manchen scheinbar so hoch, dass er die in den Festzelten ausgegebenen Maßkrüge klammheimlich mitnehmen, also stehlen möchte. Schon seit einer Weile sind die einstigen Tonkrüge deshalb aus Glas hergestellt. In den Jahren von 1980 bis 1990 war die Diebstahlrate so hoch, dass sogar Sicherheitspersonal nach Dieben Ausschau halten sollte. Mittlerweile wird rigoros Strafantrag gestellt. Wer einen Maßkrug mitnehmen möchte, kann diesen auch als Souvenier erwerben.

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